Verpackungstonne


Die Verpackungstonnen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind schwarz-gelb.

Zum 01.01.2018 werden die Wertstoffinseln durch die Verpackungstonne („Gelbe Tonne“) abgelöst. In die Verpackungstonne gehört alles, was bisher über die Wertstoffinseln gesammelt wurde sowie zusätzlich Styroporverpackungen:

In die Verpackungstonne:

  • Tüten
  • Verpackungsfolien
  • Becher, Plastikschalen
  • Blister
  • pfandfreie Plastikflaschen („Hohlkörper“)
  • Tuben
  • sonstige Plastikverpackungen
  • Getränkeverbundkarton: Milchkartons, Saftkartons
  • pfandfreie Getränkedosen
  • Konservendosen
  • Tierfutterdosen
  • Aluminiumverpackungen
  • Verbundverpackungen
  • Styroporverpackungen
  • Kronkorken, Deckel von Gläsern
  • Kunststoffsäcke (gut ausgebeutelt)

Nicht in die Verpackungstonne:

  • Glas (weiter in die freistehenden Glascontainer oder zum Wertstoffhof)
  • reine Papierschachteln (weiter in die Papiertonne oder zum Wertstoffhof)
  • Nicht-Verpackungen wie Spielzeug oder Schreibtischablagen (in die Restmülltonne)
  • Styropor-Isolierung  (nach Quarzbichl oder Greiling)
  • Dämmplatten und Dämmschäume aller Art  (nach Quarzbichl oder Greiling)
  • Kunststoffe vom Bau wie Rohre oder Kabelschächte (nach Quarzbichl oder Greiling, Kleinmengen in die Restmülltonne)
  • Verpackungen mit Restinhalt (zum Restmüll)  (Ausnahme: Kaffeekapseln dürfen gefüllt in die Verpackungstonne)

Weitere Infos zur Sortierung:

  • Bitte keine unterschiedlichen Materialien ineinander stecken, damit die Verpackungen in der Sortieranlage gut getrennt werden können!
  • Die Verpackungen müssen leer sein, brauchen aber nicht ausgewaschen zu werden (Ausnahme: Fleischverpackungen und Tierfutterdosen bitte ausspülen)
  • Abfall-ABC :  Dort können Sie die Entsorgung fraglicher Gegenstände nachschlagen.
  • Die neue Trennliste,  gültig ab 01.01.2018.

 

Leerung:

Die Leerung der Verpackungstonne erfolgt 4-wöchig nach Ihrem Abfuhrkalender  (Kalender 2018 voraussichtlich ab Mitte Dezember online).

Woher bekomme ich die Verpackungstonne?

Die Verpackungstonne bekommen Sie nicht von der WGV. Die Verpackungstonne wird deutschlandweit von den dualen Systemen organisiert. Das unserem Landkreis zugeloste duale System ist die RKD Recycling Kontor Dual GmbH & Co. KG, das Firma Lachner mit der Durchführung beauftragt hat. Fa. Lachner arbeitet in deren Auftrag und nicht im Auftrag der WGV. Bitte wenden Sie sich an Fa. Lachner, um eine Verpackungstonne zu bestellen:

Rudolf Lachner GmbH
Neue Industriestraße 1
85368 Moosburg
Tel.  0800 / 11 434 69  oder per Mail:  konzepte@heinz-entsorgung.de

 

Kostet die Verpackungstonne eine zusätzliche Gebühr?

Nein. Die Finanzierung erfolgt durch die dualen Systeme, nicht über Abfallgebühren. Es wird daher keine Gebühr für die Verpackungstonne erhoben.

Welche Behälter werden ausgegeben und wie viele braucht man?

Der Regelbehälter fasst 240 Liter und ist damit so groß wie die meisten Papiertonnen. Die Container für Wohnanlagen haben ein Fassungsvermögen von 1100 Liter.

Im 1-2-Familienhausbereich hängt der Bedarf vom jeweiligen Einkaufsverhalten ab (Werden Getränke in Tetrapak gekauft? Gibt es Hund oder Katze mit dem entsprechenden Dosenanfall? Wird auf Abfallvermeidung geachtet und z.B. Obst lose gekauft statt in einer Schale?). Als ersten Anhaltspunkt kann man pro 4-Personen-Haushalt eine 240-Liter-Tonne ansetzen — ähnlicher Bedarf wie bei der Papiertonne. Wenn es um die Planung von Tonnenhäuschen geht empfehlen wir, diese zu verschieben, bis Erfahrungswerte vorliegen, und die Verpackungstonnen so lange außerhalb eines Tonnenhäuschens aufzustellen.

Auch bei Wohnanlagen kann man sich an der Anzahl der Papierbehälter orientieren (sonst an der Personenanzahl: ein 1100-Liter-Verpackungs-Behälter pro 20 Personen). Zusätzliche Informationen für Hausverwaltungen.

Muss man die Verpackungstonne nehmen?

Die Aufstellung einer Verpackungstonne ist zwar nicht direkt Pflicht, indirekt jedoch schon, da keine Verpackungsabfälle in die Restmülltonnen gegeben werden dürfen. Verpackungen werden auch nicht dauerhaft an allen Wertstoffhöfen angenommen, sondern an den meisten Wertstoffhöfen nur während einer Übergangszeit und anschließend nur noch an den Wertstoffhöfen in Bad Tölz, Geretsried Malvenweg, Wolfratshausen, Entsorgungszentrum Am Vorberg in Greiling und Quarzbichl. Diese Wertstoffhöfe sind vorgesehen für beengte Altstadtbereiche, wo keine Aufstellmöglichkeit für die Verpackungstonne geschaffen werden kann, sowie für Kunden, die kurzfristig mehr Verpackungen haben als in die eigene „Gelbe Tonne“ passen. Die Anlieferung von Verpackungen an den genannten Wertstoffhöfen muss dort lose oder in durchsichtigen Säcken erfolgen.

Muss man sich melden, um die Verpackungstonne zu bekommen?

Bei der ersten Einführung der Verpackungstonne orientiert sich das beauftragte Unternehmen an der Anzahl der Papiertonnen, was für die meisten Haushalte passen müsste. In diesen Fällen ist KEINE Bestellung nötig – die Behälter werden automatisch ausgeliefert. Melden müssen sich nur die Kunden, die eine ANDERE Stückzahl als bei der Papiertonne benötigen oder Kunden, die kürzlich auf einem bisher unbewohnten Grundstück neu zugezogen sind.

Start der Auslieferung war Anfang November. Bis Anfang Dezember sollten die Verpackungstonnen in den Gemeinden Kochel am See, Schlehdorf, Benediktbeuern, Bichl, Bad Heilbrunn, Jachenau, Lenggries, Wackersberg, Bad Tölz, Gaißach, Reichersbeuern, Greiling, Sachsenkam und Königsdorf ausgeliefert worden sein. Der weitere Plan: KW 48+49 Geretsried, KW 50+51 Wolfratshausen, Münsing, Eurasburg, Egling, Dietramszell. Bei der hohen Stückzahl der Tonnen können sich Verschiebungen ergeben.

Achtung:  Unabhängig vom Zeitpunkt der Auslieferung erfolgt die erste Leerung im Laufe des Januar 2018 nach Ihrem Abfuhrkalender  (Kalender 2018 voraussichtlich ab Mitte Dezember online). Es empfiehlt sich daher, bis 4 Wochen vor der ersten Leerung noch die Wertstoffinseln/ Wertstoffhöfe zu nutzen. Bitte trennen Sie dort noch nach der ausgeschilderten Trennvorschrift, da erst ab Jahreswechsel die (dann gemischten) Verpackungen in einer Sortieranlage verarbeitet werden.

Warum der Wechsel?

Bisher haben das Abfallwirtschaftsunternehmen des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen zusammen mit der Politik die getrennte Sammlung mittels Wertstoffinseln favorisiert, da es immer leichter ist, bereits vorsortierte Wertstoffe zu verwerten, als aus einem Gemisch wieder verwertbare Wertstoffe heraus zu sortieren. Leider hat sich jedoch im Laufe der Jahre herausgestellt, dass einerseits die Verschmutzung der Standplätze durch Abfallablagerungen jeglicher Art steigt – eine Zumutung für die Anlieger – und andererseits die Mitmachbereitschaft sinkt: die Menge der zu den Wertstoffinseln und Wertstoffhöfen gebrachten Wertstoffe sinkt insgesamt und es werden zunehmend gemischte Wertstoffe vor die Behälter gestellt, ohne diese einzusortieren. Dadurch ist eine Nachsortierung der Wertstoffe ohnehin notwendig. Der hohe Bring- und Sortieraufwand, den wir unseren Kunden zumuten, ist daher kein Gewinn im Sinn einer hochwertigeren Verwertung mehr. Daher haben wir uns zu einem Systemwechsel auf die Verpackungstonne entschlossen.

Was passiert mit den Wertstoffinseln und Wertstoffhöfen?

Die Wertstoffinseln werden zum Jahreswechsel abgezogen (die Glascontainer bleiben). Die Wertstoffhöfe bleiben für die Erfassung der zahlreichen sonstigen dort angenommenen Wertstoffe bestehen. Die in die „Gelbe Tonne“ gehörenden Leichtverpackungen können dort nur in einer Übergangszeit (voraussichtlich bis Ende 2018) noch abgegeben werden. Nur an den Wertstoffhöfen in Bad Tölz, Geretsried Malvenweg, Wolfratshausen, Entsorgungszentrum Am Vorberg in Greiling und Quarzbichl wird es weiterhin eine Abgabemöglichkeit für Leichtverpackungen geben.

Wo wird das Material verarbeitet?

Das uns zugeloste duale System ist die RKD Recycling Kontor Dual GmbH & Co. KG.  RKD beauftragt nicht nur die Ausgabe und die Leerung der Tonnen, sondern auch die Verarbeitung. Der Inhalt der Verpackungsabfalltonnen wird nicht in Quarzbichl verarbeitet, sondern geht zu (teilweise unterschiedlichen) Sortieranlagen, die RKD jeweils bestimmt. In Quarzbichl erfolgt nur der Umschlag des Materials. Beispielhafte Sortieranlage.