Papiersortierung


Bis zu 1000 kg schwere Kartonagen-Ballen zum Abtransport zur Papierfabrik

Der Inhalt der „grünen Papiertonne“ wird zur Sortieranlage nach Quarzbichl gebracht. Dort werden nicht nur mögliche Fremdstoffe entfernt, sondern auch verschiedene Altpapierqualitäten voneinander getrennt. Das sind beispielsweise Verpackungspapiere von kleinsten Medikamentenschachteln  (z.T. auch beschichtet, gehen zum Mischpapier B 12) bis zu den größten Versand- oder Umzugskartons (Kartonagensorte B 19, bestehend aus Wellpappe, Vollpappe, Packpapier). Die hochwertigste Papiersorte ist De-Inking-Ware (Zeitungen/ Druckerzeugnisse), aus der dann in der Papierfabrik die Druckfarbe abgelöst wird (De-Inking-Verfahren), um wieder eine helle Papierfaser für neue Zeitungen, Bücher, Schulhefte und andere Papierprodukte zu erhalten.

Die in die Jahre gekommene Sortieranlage in Quarzbichl wurde 2018 umgebaut und dem Stand der Technik angepasst. Der Sortierablauf :

  1. Kartonagensieb:
    Mittels Scheibensieb werden großflächige Kartonagen > DIN A4 abgetrennt.
  2. Feinsieb:
    Ein weiteres Scheibensieb holt der Feinanteil < 6 cm heraus, so dass nur mittelgroßes Material zwischen 6 cm und DIN A4 weiterläuft zum
  3. Paper-Spike:
    Dies ist eine rotierende Stachelwalze, an der das Material am Ende des Förderbandes anprallt. Man nutzt dabei die Steifigkeiten von Kartonagen, um diese aufspießen und so herausfischen zu können.
  4. NIR:
    Mittels Nahinfrarot werden sowohl Kartonstücke, die zu klein für den Paperspike sind, als auch Kunststoffolien erfasst.
  5. Handsortierung:
    Um die geforderte Qualität des hochwertigen De-Inking-Papiers gewährleisten zu können, ist eine Nachsortierung per Hand notwendig.

Lose im Transportcontainer oder in Ballen gepresst gehen die gewonnenen Sorten dann an unterschiedliche Papierfabriken (Verwerterbetriebe).