Pflanzenkläranlage


neu angelegte Schilfbeete

Die Anlage in Quarzbichl ist nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Die Masse des zubehandelnden Abwassers, ca. 10.000 bis 14.000 m³ leicht verschmutztes Niederschlagswasser von den Fahr- und Betriebsflächen sowie in geringem Umfang Prozeßwasser aus der Biokompostieranlage, mußte deshalb mit Tankwagen zur externen Entsorgung in die Kläranlage der Stadt Wolfratshausen  transportiert werden.

Diesen ökologischen und ökonomischen Belastungen wurde mit dem Bau einer eigenen Abwasserbehandlungsanlage begegnet. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens, unterstützt aus Mitteln der Bundesumweltstiftung, wurde zusammen mit der TU München im  Jahr 1999 eine Pflanzenkläranlage gebaut.

Wirkungsweise
Nach einer Vorbehandlung ( Belüften und Absetzen ) gelangt das Abwasser abwechselnd auf eines von zwei Pflanzbeeten mit je 550 m² Fläche. Sie bestehen aus einer 60 cm starken Filterschicht aus Sand und einer 20- 50 cm starken Drain- und Belüftungsschicht und sind mit Schilf bewachsen. Das Abwasser reinigt sich bei der Durchsickerung des bewachsenen Bodenfilters, wird über die Drainage an der Beetsohle gesammelt und fließt durch den Ablaufschacht und einen Graben zur Loisach. Die Anforderungen der Abwasserverordnung werden kontinuierlich überwacht und eingehalten.