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Die Vermeidung von Mikroplastik in der Umwelt fängt bei Ihrer Biotonne an!

Plastiktüten in der Biotonne lassen sich trotz moderner Technik und trotz Handsortierung nie komplett aus dem Bioabfall entfernen. Das liegt daran, dass Bioabfall ein „baziges“ Material ist, das die Plastiktüten verschmutzt, die dadurch zu schwer für Windabscheidung und zu verschmiert für optische Trenngeräte (Nahinfrarot) werden. In der Handsortierung wird ein Großteil entfernt, jedoch Tütenstückchen, die zu klein sind, die zerknüllt sind oder von Bioabfall überdeckt sind, sind zu versteckt für eine komplette Entfernung – zumal sie aufgrund der Verschmutzung oft die gleiche Farbe haben wie Bioabfall. Die Folge ist, dass während des Biogas- und Kompostierungsprozesses Plastikstücke im Bioabfall verbleiben, die zwar anschließend aus dem dann trockenerem Material abgesiebt werden können, jedoch bleibt dabei sehr viel guter Kompost, der sich nur noch nicht klein genug zersetzt hat, ebenfalls im Sieb hängen. Dieses an sich gute Material muss dann wegen der enthaltenen Plastikstücke teuer entsorgt werden, anstatt auf Feldern und in Gärten seinen Dienst tun zu können. Ein Verlust für die Umwelt und ein großer Kostenfaktor für die Abfallgebühren.

Diese Aufkleber werden in den nächsten Wochen im Versuchsgebiet Geretsried auf die Biotonnen der Kunden aufgeklebt.

Es ist daher wichtig, dass Plastiktüten gar nicht erst in die Biotonnen gegeben werden! Dies trifft auch auf angeblich kompostierbare plastikähnliche Tüten zu, die in der zur Verfügung stehenden Rottezeit nicht abgebaut werden und deren Fetzchen nicht von Plastiktüten-Fetzchen unterschieden werden können. Niemand möchte Kompost kaufen, in dem Stückchen zu sehen sind, die nach Plastik ausschauen! Um unter diesen Umständen einen sauberen Kompost zu erhalten, geht sehr viel gutes Material verloren.

Darum ist es wichtig, dass Bioabfall ausschließlich in Papiertüten, in einige Blatt Zeitungspapier eingeschlagen oder lose in die Biotonne gegeben wird.

Um daran zu erinnern, werden – vorerst nur in Geretsried – die Biotonnen der Kunden nach und nach mit Deckelaufklebern beklebt. Die WGV Quarzbichl bittet um Beachtung – im Interesse der Umwelt und im Interesse der Abfallgebühren.

Ebenfalls falsch in der Biotonne sind in Plastik verpackte Lebensmittel, Windeln, Tierkot, Steine, Gartenerde und Holzabfälle. Im  Abfall-ABC  oder bei der  Abfallberatung  erfährt man die richtige Entsorgung.

Was haben private Speiseabfälle mit unserem Strom zu tun?

Bioabfallsammlerinnen und Bioabfallsammler, die auch private Speiseabfälle (auch gekocht, auch Knochen) mit in die Biotonne geben, tun einen guten Dienst. Denn diese Abfälle stecken voller Energie und der daraus produzierte Strom ist nicht nur ein Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung, sondern die daraus resultierende Erträge fließen in den Müllgebührenhaushalt zurück.

Auch folgende Küchen- und Gartenabfälle sind in der Biotonne richtig: Gemüse-, Salat- und Obstabfälle, Eierschalen, Kaffeefilter, Teebeutel aus Papier, Küchenkrepp, Papiertaschentücher, Grasschnitt, Strauchschnitt, Laub, Schnittblumen ohne Draht und ohne sonstige Fremdstoffe.

Samendes Unkraut und kranke Pflanzen sind zwar falsch auf dem eigenen Komposthaufen, aber richtig in der Biotonne, da die Verarbeitung in Quarzbichl bei so hohen Prozesstemperaturen erfolgt, dass die Abtötung von Samen und Krankheitserregern gewährleistet ist. So tragen auch diese organischen Abfälle zur Gewinnung von Strom und Qualitätskompost bei.