Biokompostierung


Dampfig-warme Atmosphäre im Rottetunnel

1995 entstand eine leistungsfähige Kompostieranlage, in der die Bioabfälle aus den braunen Biotonnen zweier Landkreise (Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau) verarbeitet werden. Seit Inbetriebnahme der vorgeschalteten Vergärungsanlage im Winter 2014/15 werden nicht mehr die unvergorenen Bioabfälle kompostiert, sondern das Gärgut, das den Fermenter der Vergärungsanlage verlässt. Dieses wird nach Entwässerung in 10 nebeneinander liegenden Rottetunneln eingebracht.

Anders als bei unvergorenem Bioabfall muss bei der Kompostierung von Gärgut Wärme zugeführt werden. Die Kompostierung im „Tunnelrottesystem“ hat den Vorteil, dass die Temperatur bei geschlossenen Tunneln bis in den letzten Randbereich gehalten wird, so dass eine Hygienisierung (Abtötung von Krankheitskeimen und Unkrautsamen) ohne Umsetzen des Materials in kurzer Zeit gewährleistet werden kann.

Nach 3 Wochen bei 50°C ist ein Frischkompost entstanden, der noch durch
Siebschritte und Windsichtung von Grobanteilen und Restfolien befreit werden muss.

Fertiger Bioabfallkompost

So wird weiterhin qualitätsgesicherter Kompost gewonnen, der im Erdenwerk der WGV (Loisachtaler Erden) und in der Landwirtschaft eingesetzt wird.

Strenge Qualitätsstandards sind Selbstverpflichtung. Deshalb unterwerfen wir uns freiwillig permanent den strengen Güte- und Prüfanforderungen der „Bundesgütegemeinschaft Kompost“. Sichtbares Zeichen für anerkannte Qualität ist das Gütezeichen RAL-GZ 251. Die WGV erhielt als erstes Unternehmen im bayerischen Oberland diese Qualitätsauszeichnung.