Kunststoffverwertung


Kunststoffe bestehen aus verschiedenen Materialien. Daher werden nur Verpackungen gesammelt. Diese werden vom jeweils von den Dualen Systemen beauftragten Unternehmen eingesammelt, sortiert, verpresst und zu den unterschiedlichen Verwerterbetrieben gefahren.

Achtung:  Es gibt unendlich viele verschiedene Kunststoffsorten – nicht jeder Kunststoff ist verwertbar!  Bitte nur Verpackungskunststoffe einwerfen!

Verwertungsbeispiele:

Folien:

Folien werden beispielsweise wieder zu Folien verarbeitet, hauptsächlich zu Planen und Säcken.

Verarbeitungsschritte:

  • zerkleinern, waschen, trocknen
  • extrudieren (= schmelzen und durch eine Düse pressen, hinter der Düse gekühlt zu Regranulat-Scheibchen schneiden)
  • Herstellung neuer Produkte: Regranulat schmelzen, zur Sackherstellung mit Pressluft Kunststoffblase erzeugen, in Form ziehen, unteres Ende verschweißen.

Plastikflaschen und Plastiktuben:

bestehen fast nur aus einer Kunststoffsorte (PE=Polyethylen) und werden wieder zu neuen, hochwertigen Kunststoffteilen verarbeitet.

Verarbeitungsschritte von  PE-Flaschen und -tuben:

  • zerkleinern, waschen, trocknen
  • extrudieren (=schmelzen und durch Düse pressen, hinter der Düse gekühlt zu Regranulat-Scheibchen schneiden)
  • Herstellung neuer Produkte: Regranulat wieder schmelzen und im Spritzguss zu neuen Kunststoffteilen verarbeiten: so entstehen z.B. Eimer, Rohre, Ablagekästen.

PET:

Das hochwertige PET (Polyethylenterephtalat) kann mittels mechanischer und chemischer Reinigungsschritte auch von tiefliegenden Verschmutzungen befreit und wieder für Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden.

  • zerkleinern, waschen
  • reinigen
  • Farbe mittels Lösemitteln verflüssigen und durch blitzartigen Abzug der Lösemittel abtrennen, so dass wieder glasklare PET-Schnipsel entstehen.
  • Aus diesen können neue Flaschen hergestellt werden oder auch Fasern für die Textilindustrie zur Produktion von Fleece-Stoffen.

Mischkunststoffe:

  • Auch Verpackungen bestehen aus mehreren Kunststoffsorten – chemisch gesehen meist aus einer einheitlichen Gruppe: der sogenannten Polyolefine. Durch Verschmelzen des Kunststoffgemisches kann kein Granulat gewonnen werden, sondern nur relativ grobe Produkte wie zum Beispiel Parkbänke, Lärmschutzwände, Kompostergestelle, Straßenleitpfosten usw.. Für eine  hochwertige „werkstoffliche“ Materialverwertung ist es notwendig, die Kunststoffsorten über Schwimm-Sink-Verfahren zuerst voneinander zu trennen, um dann wie bei den Plastikflaschen Regranulat herstellen zu können. Häufiger werden daher „rohstoffliche“ Verfahren eingesetzt:
  • Bei rohstofflichen Verfahren werden die chemischen Ausgangsprodukte der Kunststoffe mit unterschiedlichen Techniken zurückgewonnen. Dabei entstehen Öle und/oder Gase, die in der Industrie anstelle von Erdöl wieder eingesetzt werden können. Häufig werden die Kunststoffe auch direkt als Reduktionsmittel bei der Roheisenherstellung eingesetzt: Eisenerz besteht im Wesentlichen aus einer chemischen Verbindung von Eisen und Sauerstoff; mithilfe von Reduktionsmitteln wird der Sauerstoff entfernt. Das Reduktionsmittel verbrennt bei diesem Prozess. Ein Gemisch von Polyolefin-Kunststoffen eignet sich gut dafür, dadurch kann das sonst benötigte Erdöl eingespart werden.

In Kunststoffverpackungen steckt Erdöl…

aus dem die Verpackungen ursprünglich hergestellt wurden! Wenn Sie die Verpackungen richtig sortieren (ab 2018 in die Verpackungstonne geben) kann das Erdöl ein zweites Mal sinnvoll genutzt werden.

ÜBRIGENS:
Die Verpackungen müssen nicht ausgewaschen werden – gut ausleeren reicht! Nur Fleischfolien bitte auswaschen oder die schlimmsten Exemplare zum Restmüll geben.

Bei Fragen ist die  Abfallberatung  gerne für Sie da.